„Ausgesetzt, Deutsch LK alleine in Florenz
Jeder Abiturjahrgang hat diese eine Fahrt, worauf sich schon seit beginn der Oberstufe drauf gefreut wird. Wir waren 2017 in Florenz. Unser Deutsch LK bestand aus ca. 11 Schülern, nach Müdigkeit allerdings meistens eher aus 10.

Florenz, Marktplatz. September 2017. „Wir müssen uns beeilen, sonst kommen wir nicht pünktlich zu unserer Führung im Museum“ waren die letzten Worte unseres Lehrers, bevor ein Sprint von unserem Hotel zum Museum los ging. Unser Hotel lag zwar im Ortskern von Florenz und wir waren somit nah an den Hotspots von Florenz, allerdings bringt das keinem was, wenn man zu spät los geht. Tja und so sind 8 Mädels und 3 Typen einem wirklich sehr sportlichen Lehrer hinterher gerannt, durch Florenz. Und jeder der mal da war, weiß wie die Verkehrssituation ist. Viele Autos und noch mehr Menschen. Und schwups, schon war er weg und wir standen alleine auf dem Marktplatz von Florenz. Natürlich haben wir gesucht, gerufen und naja, uns gefreut, dass wir nicht in ein weiteres Museum mussten. Aber nein, wirklich, wir haben unseren Lehrer angerufen, weil wir ja gute Schüler sind *hust*. Aber es war nichts zu machen. Also saßen wir da und haben unsren Unterricht selber gestaltet, so wie wir ihn manchmal auch im regulären Unterricht gemacht haben, wenn unsere Lehrer „andere Dinge erledigen“ musste. Und was soll ich sagen? Ich denke, dass die Herkules Figur nicht so interpretiert werden sollte wie wir es taten, aber es war mit Abstand eine der schönsten Stunden in unserem Deutsch-LK, als wir zusammen im Kreis sitzend auf dem Marktplatz saßen und nach unserer Interpretation von Herkules zusammen spekuliert haben wann unsere Lehrer wohl merkt, dass wir weg sind. 35 min später, keiner hat übrigens richtig getippt, kam uns unsere Lehrer entgegen getrottet und hat sich gewundert, dass er der letzte war der wohl angeblich aus dem Museum raus kam. Er hat es wohl wirklich nicht gemerkt, dass wir alle weg waren. Oder es war Absicht, allerdings muss man sagen, dass wir ihm diese kleine Auszeit von uns wirklich gegönnt haben.

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