Das Tessi Tier
„Über dunkelsten Wolken scheint immer noch Sonne“ (Thees Uhlmann), ein Satz den ich damals, als Arti von mir gegangen ist nicht unterschrieben hätte. Heute aber schon. Verrückt. Denn dann kam da Tessi. Tessi war am richtigen Ort und ich auch. Nun kann man sich fragen Zufall oder Schicksal? Ich gehöre zu diesen Menschen, die ans Schicksal glauben. Also irgendwie zumindest. Tessi hat jemanden gesucht der ihr hilft und ich hab auch irgendwie jemanden gesucht, der mir hilft. Aber ich glaube tatsächlich, dass Tessi schlimmer dran war als ich. Das kleine schwarze Pony hatte panische angst vor Männern und man konnte sie kaum anfassen, ohne dass man das Herz von ihr gespürt hat. Warum Tessi so war? Naja, man könnte eins und eins zusammen zählen und was daraus kommt ist nicht unbedingt etwas schönes. Aber ob es wirklich stimmt, weiß ich nicht. Sprechen hat sie bis jetzt zumindest nicht gelernt.

Ich glaube, dass der Weg zu einer Freundschaft eigentlich ganz einfach ist. Man muss jemanden einen Grund geben mit einem befreundet zu sein. Und bei Tieren übrigens auch so. Also haben Tessi und ich damals langsam gestartet. Ich erinnere mich noch an dem Tag, als ich Tessi das Erste mal aus ihrer Box geholt habe. Wir sind damals über den Hof gegangen und haben uns zusammen alles angeguckt. Denn gemeinsame Abenteuer bestehen schweißt zusammen. Und so haben wir uns immer mehr gesteigert. Alles wo vor Tessi Angst hatte, haben wir „behoben“. Das Männer-Problem haben wir in den Griff bekommen in dem alle meine männlichen Freunde kommen mussten um mit ihr zu spielen (ja auch Pferde spielen gerne, dazu kommt aber wann anders nochmal ein Eintrag), das Kopf streicheln eigentlich eine schöne Sache ist, weil man dann gekrault wird ist mittlerweile für Tessi genauso toll wie Männer. Und und und. Die Liste ist mittlerweile lang, was wir alles können.

Tessi war teilweise schon eine schwierige Aufgabe, aber eine der schönsten.

Unten könnt ihr noch ein paar Bilder von uns finde. Allerdings gibt es von uns zusammen nicht so viele, da wir am Anfang oft alleine geübt haben, weil Tessi oft noch unsicher anderen Menschen gegenüber war und ich der Meinung bin, dass Tierwohl vor Fotos steht.

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